Was ein Kind in den ersten sechs Jahren lernt, davon wird es ein Leben lang zehren. Dieser Satz macht den Anspruch deutlich, den Politik, Schule und Eltern an die vorschulische Bildung haben. Gute Betreuungsqualität, interessante Bildungsangebote und vor allem stabile soziale Beziehungen, das ist es, was Krippe und Kindergarten bieten können. Aber dies ist nicht so leicht. Der Arbeitskräftemangel unter Erzieherinnen nimmt weiter zu. Kinder aus aller Herren Länder sammeln sich in den Kindereinrichtungen, deren Erzieherinnen Mühe haben, mit Eltern und Kindern zu kommunizieren. Es gibt viele gute Ideen und Methoden für die Arbeit im Kindergarten. Gerade wenn man vor neuen Herausforderungen steht, lohnt es sich, Altbewährtes noch einmal hervorzuholen und auf die Anwendbarkeit zu prüfen. Daher möchten wir Sie einladen, unseren Fachtag zu besuchen und mit uns über Tagesabläufe, Gruppenstrukturen und Ideen für Bildungsangebote in Krippe und Kindergarten zu diskutieren.

Termine: 17.09.2016 Erfurt, 22.10.2016 Stuttgart, 12.11.2016 Leipzig, 15.02.2017 Stuttgart im Rahmen der Didacta, 01.04.2017 München, 13.05.2017 Hamburg, 24.06.2017 Köln.

Tagesablauf des Fachtages

Der Tagesablauf gilt einheitlich für alle Fachtags-Termine. Die einzige Ausnahme bildet der Fachtag am 15.02.2017 im Rahmen der Didacta, der von 09:00-13:00 Uhr stattfinden wird.

08:15 – 09:00

Ankommen und Registrierung

09:00 – 09:45

Begrüßung / Eröffnungsrede

Der Kindergarten von morgen, Antje Bostelmann

10:00 – 12:45

Workshops I

Wählen Sie aus parallel stattfindenden Workshops aus den Bereichen Krippe und Kindergarten.

alle Referenten alle Workshops

13:00 – 14:00

Mittagspause

14:00 – 16:45

Workshops II

Wählen Sie aus parallel stattfindenden Workshops aus den Bereichen Krippe und Kindergarten.

alle Referenten alle Workshops

17:00

Abschluss

Zusammenfassung der Ergebnisse
Austausch im Plenum

Jetzt anmelden!

Unsere Referenten

Annett Hoffmann

Annett Hoffmann

Annett Hoffmann ist ausgebildete Erzieherin, Facherzieherin für Integration und Klax Fachpädagogin im Bereich Atelier. Als Leiterin eines Klax Kindergartens hat sie bereits langjährige Erfahrung in der pädagogischen Unterstützung von Kindern. Sie unterstützt Pädagogen durch anregende Fortbildungen und bereichert den Kita-Alltag durch ihre kreativen Ideen und Umsetzungen.

Antje Bostelmann

Antje Bostelmann

Antje Bostelmann ist ausgebildete Erzieherin und bildende Künstlerin. Als Erfinderin der Klax-Pädagogik ist sie maßgeblich an der Etablierung der Portfolioarbeit und des selbstorganisierten Lernens in Deutschland beteiligt. Sie entwickelt Lern- und Spielmaterialien für die Arbeit in Kindergarten und Krippe und ist als Referentin bei internationalen Kongressen, Workshops und Fortbildungen sehr gefragt. Seit 1995 hat sie zahlreiche pädagogische Fachbücher veröffentlicht, darunter viele Bestseller. Ein wichtiges Anliegen ist ihr, die Klax-Pädagogik unter dem Gesichtspunkt der sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen stetig weiterzuentwickeln und den Bedürfnissen der Kinder, Eltern und Pädagogen anzupassen.

Sabrina Groening

Sabrina Groening

Sabrina Groening, studierte Erziehungswissenschaftlerin (M.A.), leitet die Klax Krippe Sonnenkäfer. Durch langjährige Tätigkeit als Erzieherin hat sie bereits umfangreiche Erfahrung in der pädagogischen Unterstützung von Kindern. In diesem Bereich hat sie bereits viele Fortbildungen für Erzieher/-innen, Eltern und Tagespflegepersonal durchgeführt.

Susan Richter

Susan Richter

Susan Richter ist Leiterin der Krippe in der Konsultationskita für Klax Pädagogik und bereits viele Jahre erfahrene Krippenerzieherin. Sie leitete schon zahlreiche Seminare und Workshops im Krippenbereich und unterstützt Pädagogen durch den direkten Austausch und ihre praktischen Erfahrungen als Fachanleiterin.

Silke Schaper

Silke Schaper

Silke Schaper ist anerkannte Erzieherin und arbeitet in der Vorschule in der Konsultationskita für Klax Pädagogik. Als Klax Fachpädagogin im Bereich Naturwissenschaften ist sie für die Praxisanleitung von Fachschüler/-innen zuständig. Im Rahmen des Projekts zur Einführung der iPads in die pädagogische Praxis setzt sie medienpädagogische Projekte mit Kindern um und kann mit ihrem Wissen zu Digitalkameras, USB-Mikroskopen und Tablets im Kindergarten glänzen.

Doreen Labuttis

Doreen Labuttis

Doreen Labuttis ist ausgebildete Erzieherin, Fachwirtin für Kindertagesstätten und Systemische Familienberaterin. Sie ist die Leiterin einer Klax Kita in Gehrden sowie die pädagogische Leitung für die Klax Niedersachsen gGmbH. Durch ihre langjährigen praktischen Erfahrungen im Kindergarten und in der Krippe bereichert sie mit ihrer Tätigkeit als Referentin viele Fortbildungen zum Thema Elternarbeit, Portfoliokonzept und Krippenarbeit.

Antje Rampenthal

Antje Rampenthal

Antje Rampenthal ist ausgebildete Erzieherin und Klax Fachpädagogin im Bereich Gesellschaft. Als Leiterin eines Klax Kindergartens hat sie bereits langjährige Erfahrung in der pädagogischen Unterstützung von Kindern. In ihren Fortbildungen unterstützt sie Pädagogen mit kreativen Ideen im Einsatz von digitalen Medien im Kitalltag.    

Heiko Mattschull

Heiko Mattschull

Seit 2010 leitet Heiko Mattschull bei Klax die Kinderkunstgalerie und die Kinderbildungswerkstatt in Berlin Prenzlauer-Berg sowie das Natur- und Umweltcamp in Mecklenburg-Vorpommern.

Preise

149,00 € (inkl. MwSt.)

Im Angebot enthalten sind Getränke und Mittagessen.

Jetzt anmelden!
Haben Sie Fragen zum Fachtag oder zur Anmeldung?
Rufen Sie uns an: 030 / 477 96 – 145

Workshops

Workshop Krippe 1: Spielen mit Kindern unter drei

Antje Bostelmann Kleine Kinder lernen, indem sie die Welt im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“. Sie haben keine Worte und können deshalb nicht fragen, wie die Welt um sie herum funktioniert. Mit unseren Erklärungen könnten sie nur wenig anfangen. Für Erzieherinnen und Eltern ist es daher wichtig, die Spieltätigkeit der kleinen Kinder richtig zu verstehen und einzuordnen. In der Krippe ist das Funktionsspiel, gegliedert in die elementaren Spielhandlungen und das symbolische Spiel, von besonderer Bedeutung. Das frühe Rollenspiel, welches vor allem auf Nachahmung basiert, ist ebenfalls wichtig. Das Spiel der Kinder verstehen, es anregen und anleiten können sind wichtige Aufgaben in der Krippenpädagogik. Die Teilnehmer lernen die unterschiedlichen Spielformen kennen und deuten. Sie lernen, welche Spielmaterialien und Raumarrangements für das Spiel wichtig sind und wie sie selbst das Spiel der Kinder anleiten können.  

Workshop Krippe 2: So gelingt der Tagesablauf in der Krippe

Sabrina Groening Der Alltag in einer Kindereinrichtung folgt einem gut durchdachten und durch tägliches Wiederholen eingeübten System, dem Tagesablauf. Und doch ist vielen Erzieherinnen oft gar nicht bewusst, dass der Tagesablauf wichtiger Strukturgeber für die pädagogische Arbeit ist. Denn die Aufteilung des Alltags in verschiedene Phasen gibt sowohl Kindern als auch Erwachsenen Orientierung und Sicherheit. Der Tagesablauf gehört deshalb zu den wichtigsten Qualitätsstandards in Kindereinrichtungen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Auslassungen von einzelnen Elementen und Abweichungen vom Zeitschema. Häufig fehlt es an Ideen, wie einzelne Elemente des Tagesablaufes interessant und entspannt durchgeführt werden können. Vor allem die Mahlzeiten und die Pflegesituationen bieten große Chancen für ein entspanntes Miteinander, die Vermittlung von Lerninhalten und die Einschätzung des Entwicklungsstands jedes einzelnen Kindes durch den Pädagogen. Die Teilnehmer erfahren grundlegende Fakten über die soziale, kulturelle und kognitive Bedeutung der einzelnen Elemente des Tagesablaufs. Sie erhalten Tipps und Anregungen zur Gestaltung von Tagesablaufphasen und den dahinter liegenden Teamstrukturen, der Raumorganisation und den dazugehörigen Verabredungen mit den Eltern.  

Workshop Krippe 3: Glitzerflaschen, Murmelschlauch und Co. - Kleinkindspielzeuge selber machen

Susan Richter Das Spiel der kleinen Kinder gibt den Erwachsenen häufig Rätsel auf. Die Kinder verstecken Dinge und holen sie wieder hervor. Sie rennen herum und tragen dabei Dinge von einem Ort zum anderen. Sie stecken Dinge ineinander, schlagen diese gegeneinander und lauschen dem Klang. Es gibt im herkömmlichen Handel kaum Spielmaterialien, die diese Tätigkeiten unterstützen. Daher geben Großeltern, Eltern und Erzieherinnen seit jeher den Kleinkindern Naturmaterialien und Haushaltsgegenstände zum Spielen. Die Teilnehmer erfahren in diesem Workshop, welche Materialien sich für welche Spielform eignen. Sie üben wie diese Materialien arrangiert und angeboten werden können. Selbstverständlich erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit, beliebte Kleinkindspielzeuge wie die Glitzerflasche oder den Murmelschlauch selbst herzustellen.  Es werden Ideen ausgetauscht und neue Spielzeugideen entwickelt. Wer möchte, bringt eine leere Flasche oder andere Materialien mit. Werkzeuge, Kleber und vielfältige Grundmaterialien zum Basteln sind vorhanden.  

Workshop Kindergarten 1: Vorschulkinder sinnvoll unterstützen – offene Arbeit im Kindergarten

Annett Hoffmann Selbständig, selbstbewusst und sozial kompetent – so lauten die hohen Entwicklungsziele für Kindergartenkinder. Mit diesen drei Worten ist die Anforderung an die Arbeit im Kindergarten klar umrissen. Doch wer selbständige und sozial kompetente Menschen heranbilden will, kann diese nicht den ganzen Tag in einem Raum festhalten. Den Kindern etwas zutrauen und sie in einem wachsenden Maße selbständig für sich sorgen lassen, das gelingt am besten in offenen oder teiloffenen Kindergärten. Hier gibt es Bezugsgruppen und Funktionsräume. Den althergebrachten Gruppenraum sucht man jedoch vergeblich. Gruppenoffene Arbeit ist nicht einfach. Es sind viele Fragen zu klären, zum Beispiel nach der Altersstruktur, dem Tagesablauf, der Teamzusammensetzung und den Aufgaben der Erzieherinnen. Gelingt dies jedoch, wird es sehr ruhig im Kindergarten. Die Kinder bewegen sich durch die Räume – entsprechend der Tageszeiten und der bestehenden Regeln – geleitet von ihren Interessen und Bedürfnissen. Diese sind  so gestaltet, dass sie zum Lernen und Spielen anregen. Die Teilnehmer erfahren grundlegende Fakten über die Regeln, Strukturen und Gestaltungsprinzipien der offenen Arbeit im Kindergarten. Sie diskutieren anhand von Erfahrungsberichten und  lernen etwas über die zur offenen Arbeit notwendige Teamorganisation und Raumgestaltung.

Workshop Kindergarten 2: Atelierarbeit im Kindergarten – Ideen für gelungene Kunstprojekte mit Vorschulkindern

Heiko Mattschull Im Krippenatelier geht es darum Spuren zu hinterlassen. Das Atelier im Kindergarten dient einem anderen Ziel. Im Alter von 3-6 Jahren lernen Kinder sich bewusst und kontrolliert über die Zeich-nung oder das gemalte Bild auszudrücken. Vom „Kopffüßler“ bis zur konkret nachempfundenen menschlichen Figur, von der Streuzeichnung zum geordneten Bildaufbau, von der zufälligen Farb-wahl zur bewusst gemischten und abgetönten Farbe – die Entwicklung der bildnerischen Fähigkei-ten der Kinder verläuft in diesen drei Jahren rasant. Umso wichtiger ist es für die pädagogischen Fachkräfte, diese Entwicklung zu verstehen und einzuordnen, um sie bewusst unterstützen zu können. In diesem Workshop geht es um die Entwicklung der Kinderzeichnung, die Farbwahrnehmung und das Ausdrucksvermögen von Kindern im Vorschulalter. Die Teilnehmer lernen, wie sie den kindli-chen Entwicklungsschritten im bildkünstlerischen Bereich gerecht werden können. Sie erfahren, wie eine Kunstbetrachtung oder ein Museumsbesuch zum Ausgangspunkt eines umfangreichen Bildungsprojekts werden kann.  

Workshop Kindergarten 3: Projektarbeit im Kindergarten

Antje Rampenthal Der Kindergarten ist zur Bildungseinrichtung geworden.In den meisten Kindergärten in Deutschland werden die Bildungsbereiche Kunst, Bewegung, Musik, Naturerfahrung, Weltwissen, Sprache und Mathematik gelernt. Die Erzieherinnen machen dabei oft die Erfahrung, dass ein Bildungsangebot oft verschiedene Bildungsbereiche bedient. Beim Malen mit Farben üben die Kinder Begriffe.Beim Lernen eines Busfahrplans kommen sie ohne Zahlen und mathematische Grundkenntnisse nicht aus. Es ist daher an der Zeit, sich bildungsbereichsübergreifenden Methoden zuzuwenden. Die Projektarbeit eignet sich dafür. Ausgehend von einer Kinderfrage begeben sich Erzieherinnen mit ihren Kindergruppen auf eine Reise durch alle nur erdenklichen Lernfelder. Die Teilnehmer lernen in diesem Workshop, wie man Bildungsprojekte plant und – geleitet von den Fragen der Kinder – erfolgreich umsetzt. Sie lernen verschiedene Formulare, Techniken und Instrumente kennen, die Ihnen dabei helfen den Überblick zu behalten und das Lernen des einzelnen Kindes nicht aus den Augen zu verlieren.  

Workshop Kindergarten 4: Gestalten statt Konsumieren – Ideen für die aktive Nutzung von digitalen Medien im Kindergarten

Silke Schaper Medienpädagogik ist ein wichtiger Bildungsbereich des Kindergartens, welcher leider viel zu wenig Beachtung findet. Computer, das Internet, Handys mit Foto- und Videofunktion oder auch die alles könnenden Tablets sind aus der Lebenswelt der Kinder nicht wegzudiskutieren. Was müssen Erzieherinnen wissen, um mit Kindern und Eltern in diesem Kontext erfolgreich zu arbeiten? Wie bereitet der Kindergarten die Kinder auf diese Herausforderungen vor? Im Workshop führen wir die Teilnehmer in dieses Thema ein. Wir stellen Herangehensweisen und praktische Ideen vor, die zeigen, wie Kompetenzen von Kindern mit digitalen Medien gezielt gefördert werden können. Die Teilnehmer erstellen eigene Bildungsprojekte am Tablet, lernen verschiedene Apps und digitale Geräte kennen, die für den Einsatz im Kindergarten geeignet sind. Wer möchte, bringt sein eigenes Tablet oder Smartphone mit. Es steht aber auch für jeden Teilnehmer ein Tablet zur Verfügung.  

Workshop Krippe und Kindergarten 1: Portfolioarbeit in Krippe und Kindergarten

Doreen Labuttis Ein Portfolio stellt eine zeitlich geordnete und nach Bildungsbereichen sortierte Aufzeichnung über das Lernen und die Entwicklung eines Kindes dar. Die Dokumentation der Entwicklung und des Lernens eines Kindes ist ein Qualitätsstandard, der in jeder Krippe und in jedem Kindergarten selbstverständlich sein sollte. In den Bildungsprogrammen der Bundesländer wird dies eingefordert. Umgesetzt wird dieser Anspruch jedoch auf unterschiedliche Art. Man kann heute zwar davon ausgehen, dass jedes Krippen- und Kindergartenkind zumindest eine Mappe hat, in der die Dinge abgelegt werden, die es hergestellt, gemalt oder gezeichnet hat. Dazu kommen dann häufig noch liebevoll gestaltete Bögen mit Fotos von besonderen Ereignissen aus dem Kindergartenalltag, vielleicht auch noch ein Gruppenfoto. All dies wird den Eltern am Ende der Kindergartenzeit ausgehändigt wie ein Geschenk. Mit Bildungsdokumentation oder Portfolioarbeit hat dies jedoch nicht allzu viel zu tun. In diesem Workshop erfahren die Teilnehmer, wie Portfolioarbeit im eigentlichen Sinne gelingen kann. Sie üben die richtige Benutzung der Formulare und lernen, mit Hilfe der digitalen Medien zeitsparend zu dokumentieren. Das Digitale Portfolio wird vorgestellt und von den Teilnehmern im Workshop erprobt.  

Kontakt

Adresse

Institut für Klax-Pädagogik
Arkonastr. 45-49
13189 Berlin

Hotline

030 / 477 96 - 145
Mo-Fr 9:00 bis 16:00