„Unsere Einstellung der Zukunft gegenüber muss sein: Wir sind jetzt verantwortlich für das, was in der Zukunft geschieht.“ (Karl Popper, Philosoph)

Für viele Kindergärten hat die Zukunft bereits begonnen. In den Kindergruppen werden häufig mindestens drei Sprachen gesprochen. Aus dem bilingualen Ansatz, der eher für wohlhabende Familien gedacht war, ist eine multilinguale Notwendigkeit geworden, die alle sozialen Schichten einbindet. Denn die Kindergartenkinder und ihre Familien kommen aus vielen Ländern nach Europa. Dies führt zu einem Anstieg von Diversität. Flüchtlingsfamilien, unterschiedliche Kulturen, Religionen und Traditionen fordern den Kindergarten zusätzlich heraus. Die neue Vielfalt bietet aber auch große Chancen: Sie stellt eine Bereicherung für unser soziales Zusammenleben und unsere Vorstellungen von Erziehung und Bildung dar.

Grußwort von Antje Bostelmann

Tagesablauf des Fachtages

Unser Lesetipp zum Fachtag: „Digital genial“ (erschienen im Bananenblau-Verlag).

08:15 – 09:00

Ankommen und Registrierung

09:00 – 09:45

Begrüßung / Eröffnungsrede

Die Kinder der Zukunft, Antje Bostelmann

10:00 – 12:45

Workshops I

Wählen Sie aus parallel stattfindenden Workshops der Themenbereiche Der Kindergarten zwischen heute und morgen, Der Einsatz digitaler Medien & Verschiedene Kulturen – eine Gemeinschaft.

Referenten:

  • Antje Bostelmann, Krippenexpertin, Autorin, Gründerin der Klax-Pädagogik
  • Matthias Krebs, Mitarbeier der UdK Berlin, Leiter der Forschungsstelle Appmusik

…und viele weitere Experten!

13:00 – 14:00

Mittagspause

mit vollwertigem Bio-Catering

14:00 – 16:45

Workshops II

Besuchen Sie einen zweiten Workshop Ihrer Wahl.

Referenten:

…und viele weitere Experten!

17:00 – 18:00

Abschluss

Zusammenfassung der Ergebnisse
Austausch im Plenum

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Unsere Referenten

Antje Bostelmann

Antje Bostelmann

Antje Bostelmann ist ausgebildete Erzieherin und bildende Künstlerin. Als Erfinderin der Klax-Pädagogik ist sie maßgeblich an der Etablierung der Portfolioarbeit und des selbstorganisierten Lernens in Deutschland beteiligt. Sie entwickelt Lern- und Spielmaterialien für die Arbeit in Kindergarten und Krippe und ist als Referentin bei internationalen Kongressen, Workshops und Fortbildungen sehr gefragt. Seit 1995 hat sie zahlreiche pädagogische Fachbücher veröffentlicht, darunter viele Bestseller. Ein wichtiges Anliegen ist ihr, die Klax-Pädagogik unter dem Gesichtspunkt der sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen stetig weiterzuentwickeln und den Bedürfnissen der Kinder, Eltern und Pädagogen anzupassen.

Annett Hoffmann

Annett Hoffmann

Annett Hoffmann ist ausgebildete Erzieherin, Facherzieherin für Integration und Klax Fachpädagogin im Bereich Atelier. Als Leiterin eines Klax Kindergartens hat sie bereits langjährige Erfahrung in der pädagogischen Unterstützung von Kindern. Sie unterstützt Pädagogen durch anregende Fortbildungen und bereichert den Kita-Alltag durch ihre kreativen Ideen und Umsetzungen.

Janine Hofmann

Janine Hofmann

Janine Hofmann ist Dipl. Patholinguistin und seit 2013 Lernbegleiterin an der Klax Fachschule für Erzieher „Elinor Goldschmied“ und der Klax Fachschule für Heilpädagogik in den Bereichen Kommunikation, Sprache, Gesundheit und Medizin. Zu dem leitete sie in den Jahren 2014-15 erfolgreich das EU-Projekt „Education and Language acqiusition at childcare centres“. Frau Hofmann blickt bereits auf eine 15-jährige Erfahrung im Sprachförderbereich zurück. Hierbei besticht sie durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis, welche sich durch Innovation und Inspiration im pädagogischen Alltag widerspiegelt.

Penny Ritscher

Penny Ritscher

Penny Ritscher, geboren in den USA, lebt und arbeitet seit über 40 Jahren in Italien als international anerkannte Expertin für die frühe Kindheit und ist eine pädagogische Fachberaterin für Krippen in der Toskana.

Silke Schaper

Silke Schaper

Silke Schaper ist anerkannte Erzieherin und arbeitet in der Vorschule in der Konsultationskita für Klax Pädagogik. Als Klax Fachpädagogin im Bereich Naturwissenschaften ist sie für die Praxisanleitung von Fachschüler/-innen zuständig. Im Rahmen des Projekts zur Einführung der iPads in die pädagogische Praxis setzt sie medienpädagogische Projekte mit Kindern um und kann mit ihrem Wissen zu Digitalkameras, USB-Mikroskopen und Tablets im Kindergarten glänzen.

Prof. Dr. Ulrike Stadler-Altmann

Prof. Dr. Ulrike Stadler-Altmann

Ulrike Stadler-Altmann ist Professorin für Allgemeine Didaktik an der Freien Universität Bozen. Wesentlicher Bestandteil Ihres Arbeitsbereichs ist die akademische Ausbildung von Kindergärtnerinnen und Kindergärtner sowie Grundschullehrkräften. Dafür ist ihr zum einen ihre Erfahrung als ehemalige Lehrkraft von Nutzen, zum anderen ihre breite Forschung im Bereich der Selbstkonzeptförderung, der Gender Studies und der empirischen Forschung zur Professionalität von pädagogischen Fachkräften. Als Leiterin der universitären Lernwerkstatt konzipiert sie derzeit eine Lernwerkstatt für die Bildungsbereiche des Kindergartens und forscht zum gelingenden Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Dabei sind ihr sowohl die Perspektive der Kinder als auch die der pädagogischen Fachkräfte wichtig

Preise

169,00 € (inkl. MwSt.)

Im Angebot enthalten sind Getränke und Snacks.

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Rufen Sie uns an: 030 / 477 96 – 145

Workshops zum Thema 1: Der Kindergarten zwischen heute und morgen

Der Anspruch der Eltern an den Kindergarten wächst. Die Aufgabe des Kindergartens wird umfangreicher, da der gesellschaftliche Wandel nicht vor den Bildungsinstitutionen halt macht. Die Idee vom Kindergarten als zweites Zuhause für Kinder und ihre Eltern breitet sich aus und wird von Familien unterschiedlichster Herkunft und Kulturen angenommen. Technische Innovationen verändern das Weltwissen der Kinder und damit die Anforderung an Bildungsprojekte. Wie kann sich der Kindergarten darauf einstellen?

Workshop 1.1: Was Kinder wissen und was wir von ihnen erwarten können, wenn sie in die Schule kommen

Prof. Dr. Ulrike Stadler-Altmann Pädagogische Fachkräfte sollten geübt darin sein, im Alltag das Potenzial für Lernmomente zu entdecken. Es ist ihre hohe Verantwortung, die lernenden Kinder dazu anzuregen, sich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen und ihnen spannende Wissensbereiche zu eröffnen, die Auslöser für viele neue Fragestellungen sein können. Denn Kinder nehmen vor allem im Kindergarten- und Vorschulalter an den Phänomenen ihrer Umwelt teil, entwickeln eigene Sichtweisen und Hypothesen und versuchen ihren Alltag zu ergründen. Diese Neugier ist eine Grundvoraussetzung für gelingende Lernprozesse in der Schule. In diesem Workshop erfahren Sie, wie Kinder im Übergang vom Kindergarten in die Schule begleitet werden können. Mögliche Fragestellung im Workshop sind: Was sollten Erwachsene den Kindern mit auf den Weg geben, damit sie die Herausforderungen des Übergangs meistern können? Welche Kompetenzen werden im Kindergarten gefördert und wie kann die Weiterentwicklung dieser Kompetenzen in der Schule gelingen? Anknüpfend an diese Fragen dienen die Vergleichsarbeiten in der Grundschule (VERA-3) als Anschauungsmaterial und Diskussionsgrundlage.

Workshop 1.2: Das Slow-School-Konzept – über mehr Achtsamkeit im Umgang mit Kindern

Penny Ritscher Von ihren Eltern von einem Sprachkurs zum nächsten geschleppt, dazwischen noch ein bisschen Sport und abends nochmal den Stoff des Tages durcharbeiten ‒ den Kindern von heute bleibt keine Zeit zum Durchatmen! Gleichzeitig sind sie oft unselbstständig, verwöhnt und konsumfixiert. Sie haben verlernt, sich mit sich selbst zu beschäftigen, Dinge eigenständig zu entdecken und zu erfahren oder sich einfach mal zu langweilen. Mit anderen Worten: Sie wissen nicht, wie sie Kind sein sollen! Hier müssen Krippe, Kindergarten und Eltern zusammenarbeiten und den Alltag der Kinder entschleunigen. Statt hoher Produktivität sollten alltägliche Momente intensiv für nachhaltige Bildungsprozesse genutzt werden. Dieser Workshop bietet viele praktische Ideen für die Umsetzung des Slow-School-Konzepts im Kindergartenalltag.

Workshops zum Thema 2: Der Einsatz digitaler Medien im Kindergarten

Die fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen der Menschen verändert auch den Kindergarten. Die pädagogische Arbeit wird durch digitale Medien erleichtert. Planung und Dokumentation finden digital statt, und dies beeinflusst die Elternzusammenarbeit. Bildungsprojekte bekommen eine andere, neue Ausrichtung. Wie lassen sich digitale Medien sinnvoll im Kindergarten einsetzen?

Workshop 2.1: So gelingt Elternarbeit mit Hilfe digitaler Medien

Annett Hoffmann, Silke Schaper In den skandinavischen Ländern ist es bereits selbstverständlich geworden, dass Kindergärten in den sozialen Netzwerken aktiv sind, auf Youtube selbst erstellte Videos hochladen, auf Instagram Fotos posten und so die Eltern auf ganz neue Weise an ihrer Bildungsarbeit teilhaben lassen. In Deutschland undenkbar? Und wenn ja: wie lange noch? Bereits heute lassen Co-Working und digitale Portfolios die Grenzen zwischen dem Kindergarten und der Familie immer durchlässiger werden. Dies bietet enorme Chancen für Bildungspartnerschaft auf Augenhöhe. In diesem Workshop werden deshalb die neuen Wege der Elternarbeit in der digitalen Welt erkundet.

Workshops zum Thema 3: Verschiedene Kulturen - eine Gemeinschaft

Die pädagogischen Institutionen in unserem Land stehen plötzlich vor großen Herausforderungen. Kinder aus Krisengebieten und anderen Kulturkreisen drängen in die Einrichtungen. Sie sprechen kein Deutsch, haben Kriege erlebt und traumatisierende Erlebnisse auf der Flucht zu verarbeiten. Der Kindergarten ist aufgefordert, zwischen vielen unterschiedlichen Sprachen und Kulturen zu vermitteln und darüber hinaus das Kennenlernen der deutschen Sprache und Kultur in den Bildungsangeboten nicht aus den Augen zu verlieren. Wie kann die Arbeit mit diesen Kindern und deren Eltern aussehen?

Workshop 3.1: So gelingt die pädagogische Arbeit mit Flüchtlingskindern im Kindergarten

Janine Hofmann Die Betreuung und Begleitung von Kindern aus anderen Kulturkreisen und Krisengebieten stellt Erzieher/-innen vor neue Herausforderungen. Unsicherheiten können leicht dazu führen, dass die Stärken dieser Kinder nicht genügend zur Geltung kommen. Wie können wir der hohen Verantwortung und den besonderen Anforderungen, die mit der Betreuung von Flüchtlingskindern einhergehen, im pädagogischen Alltag gerecht werden? Wie gelingt der Umgang mit kulturellen Differenzen, beispielsweise in der Elternarbeit? In diesem Workshop erhalten Sie zahlreiche Anregungen und praktische Tipps, um die Chancen und Rechte von Flüchtlingskindern auf Bildung und Teilhabe zu erhöhen.

Ort

Adresse

Klax
Schönhauser Allee 59
10437 Berlin

Hotline

030 / 477 96 - 145
Mo-Fr 9:00 bis 16:00

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